Schlagwort-Archive: Oligozän

Protornis glarniensis von Meyer

Motmots, wegen ihrer gezähnten Schnabelkanten auch Sägeracken genannt, sind heute mit einigen Arten in Süd- und vor allem Zentralamerika verbreitet, alle Arten sind ausgesprochen farbenfroh.

Diese bislang älteste bekannte Art war offenbar kleiner als die kleinste der heute lebenden Motomot-Arten (sie erreicht in meiner Rekonstruktion eine Größe von nur etwa 13 cm, abhängig von der Länge der Schwanzfedern).

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verglichen mit heutigen Arten hatte diese einen verhältnismäßig langen Tarsometatarsus (Fußknochen)

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bearbeitet: 02.04.2021

ZPALWr. A/4003

Ich habe hier ja schon mehrfach über oligozäne Vögel mit offenbar brüchigen Gliedmaßen gesprochen ….

Dieser hier ist ein winziges Fossil, bestehend aus einer Platte und deren Gegenplatte (Positivplatte und Negativplatte?), und besteht aus einem einzelnen Fuß, einem ca. 3,6 cm langen, rechten Fuß, an dem obendrein auch nur der erste und der zweite Zeh erhalten geblieben sind.

Dieser Teilfuß wurde mit diversen anderen Vogelformen verglichen und weist die größten Übereinstimmungen mit den Taubenvögeln (Columbiformes) auf, so dass es sich hierbei eventuell tatsächlich um den Fuß einer fossilen Taube handeln könnte – es wäre dies dann die älteste bislang bekannte Taubenform. Die ältesten bis dahin bekannten Taubenfossilien stammen aus dem Miozän bzw. der Grenze zwischen dem Oberoligozän und dem Untermiozän, sie erinnern durchweg an moderne Formen und lassen sich oft auch heutigen Linien innerhalb der Columbiformes zuordnen.

Wie dem auch sei, ZPALWr. A/4003 ist nur in Teilen erhalten, so dass eine genauere Bestimmung erst wirklich möglich ist wenn weitere Funde auftauchen sollten. [1] 

Zeichnung nach: ‚Zbigniew M. Bocheński; Teresa Tomek; Ewa Świdnicka: A columbid-like avian foot from the Oligocene of Poland. Acta Ornithologica 45(2): 233-236. 2010‘

Sollte es sich hierbei tatsächlich um eine echte Taubenform handeln, so lässt sich deren Größe auf etwa 25 cm schätzen.

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Quelle:

[1] Zbigniew M. Bocheński; Teresa Tomek; Ewa Świdnicka: A columbid-like avian foot from the Oligocene of Poland. Acta Ornithologica 45(2): 233-236. 2010

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bearbeitet: 26.12.2020

NT-LBR-014

Die Art wird von den Autoren der Gruppe der Tyrannida zugeordnet, einer Gruppe von suboscinen Passeriformes, die heute ausschließlich in Süd- und mit einigen wenigen Arten auch in Nordamerika verbreitet ist und weist hier die größten Gemeinsamkeiten mit den Schnurrvögeln (Pipridae) auf. [2]

Die Tyrannida haben sich jedoch, so wird vermutet, auf den amerikanischen Kontinenten entwickelt, und zwar so ziemlich ungestört seit wohl bereits ca. 64 Millionen Jahren, also zu Beginn des Paläozän. Demnach wäre die Zuordnung dieses oligozänen Vogels aus Europa zu den Tyrannida doch etwas fraglich. [1]

Vielleicht handelt es sich hierbei um eine komplett ausgestorbene Linie von Pipra-ähnlichen suboscinen Vögeln, die später in Europa durch oscine Arten verdrängt wurden.

Skizze; den Flügel muss ich noch etwas ausbessern, und was das Federhäubchen angeht, das man im Originalfossil sehen kann, hierbei mag es sich einfach um Federn handeln, die zufällig an dieser Stelle abgelagert wurden

Es ist sehr ungewöhnlich, dass NT-LBR-014, trotz seiner äußerst guten Erhaltung, von den Autoren keinen Namen erhalten hat.

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Quelle: 

[1] John Reilly: The Ascent of Birds: how modern science is revealing their story. PELAGIC PUB LTD 2018
[2] Ségolène Riamon; Nicolas Tourment; Antoine Louchart: The earliest Tyrannida (Aves, Passeriformes), from the Oligocene of France. Scientific Reports 10(9776): 1-14. 2020

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bearbeitet: 25.12.2020

SMNS 59466/19

Hinter diesem Arbeitsnamen verbirgt sich ein winziges Knochenfragment, das distale Ende eines linken Humerus, gerade einmal 0,27 cm hoch und 0,26 cm breit, es stammt aus einer etwa 26 Millionen Jahre alten Fundstätte bei Herrlingen, Baden-Württemberg, Deutschland.

Auch wenn es sich hierbei um das wohl kleinste Fragment handelt, das in Herrlingen gefunden wurde, lässt sich dieses, im Gegensatz zu nahezu allen anderen, zumindest grob einer Gruppe zuordnen, nämlich zu den Euoscines oder Eupasseres, zu denen heute nur noch die Dickichtvögel (Atrichornithidae) und Leierschwänze (Menuridae) Australiens gehören.

Der Vogel wird zu Lebzeiten eine Größe von etwa ca. 9 bis 12,5 cm erreicht haben, je nachdem an welchem Referenzmaterial man sich orientiert.

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References:

[1] Albrecht Manegold: Passerine diversity in the late Oligocene of Germany: earliest evidence for the sympatric coexistence of Suboscines and Oscines.

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edited: 07.05.2020

Unbekannte Linien innerhalb der Ordnung der Sperlingsvögel

Die Ordnung der Sperlingsvögel, die heute weltweit verbreitet ist (abgesehen vom antarktischen Kontinent), lässt sich ganz grob in drei Unterordnungen aufspalten: die Passeri (oder Oscines), die Tyranni (oder Suboscines) und schließlich die Acanthisitti, die nur noch zwei Gattungen und Arten umfassen, die auf Neuseeland beschränkt sind.

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Anhand von oberoligozänen (vor 28 bis 23 Millionen Jahren) Fossilfunden aus Herrlingen, Baden-Württemberg, Deutschland ist noch mindestens eine vermutliche weitere „primitive“ Unterordnung mit mindestens einer Art belegt. [1]

Vermutlich gab es zu jener Zeit noch weitere solcher Unterordnungen von deren ehemaliger Existenz aber heute keine Fossilbelege mehr zeugen.

Ich habe mal ein bisschen herumgemessen und -gerechnet und bin auf eine geschätzte Gesamtgröße dieses Vogels von ungefähr 9 bis 15 cm gekommen, das ist so ziemlich genau total ungenau, als Referenzvögel habe ich Fotos von Starenskeletten sowie die Zeichnung eines Hopfstar-Skelettes (Fregilupus varius (Boddaert)) verwendet, wahrscheinlich kommt aber der kleinere Wert der Wahrheit am nächsten.

Vielleicht werde ich diesen namenlosen Vogel dann auch irgendwann einmal zeichnen.

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Referenzen:

[1] Albrecht Manegold: The early fossil record of perching birds (Passeriformes). Palaeontologica Africana 44: 103-107. 2009

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bearbeitet: 06.05.2020

Winnicavis gorskii Bocheński, Tomek, Wertz, Happ, Bujoczek & Świdnicka

Dies ist der „neueste“ der europäischen Oligozänvögel mit „brüchigen Gliedmaßen“, diesmal sind nur die Flügelknochen erhalten. Diese unterscheiden sich von den Flügelknochen sämtlicher anderen bisher bekannten, lebenden oder ausgestorbenen Sperlingsvogelarten.  

Der Vogel war klein, ungefähr so ​​groß wie eine Kohlmeise (Parus major L.). Ich werde sehen, ob ich überhaupt in der Lage bin, eine Art Rekonstruktion anzufertigen. [1] 

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Quelle:

[1] Zbigniew M. Bocheński, Teresa Tomek, Krzysztof Wertz, Johannes Happ, Małgorzata Bujoczek & Ewa Świdnicka: Articulated avian remains from the early Oligocene of Poland adds to our understanding of Passerine evolution. Palaeontologia Electronica 21(2). 2018

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… kleines Update.

Ich habe eine kleine Skizze gemacht, die auf einer Kohlmeise basiert. Da ich jedoch wusste, dass dieser Vogel mit keinem der modernen Passeriformes verwandt war, habe ich beim Zeichnen an eine kleine singvogelähnliche Kreatur, die einigen der australisch / papuanischen „primitiven“ Singvögel ähnelt gedacht. 

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my reconstruction, the bird reached a size of about 15 cm or in other words was indeed about the size of a Great Tit; remember, only the wing bones and somemeine Rekonstruktion, der Vogel erreicht eine Größe von etwa 15 cm oder war mit anderen Worten tatsächlich etwa so groß wie eine Kohlmeise; man denke daran, dass nur die Flügelknochen und einige Eindrücke mehrerer Flügelfedern bekannt sind impressions of several wing feathers are known

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bearbeitet: 06.04.2020

Fossile Vögel aus dem James Ross-Basin in der Westantarktis

Es dürfte schon aufgefallen sein, dass ich ein bisschen von den Vögeln des Paläozän besessen bin, auch weil wir jede Menge gar nichts über sie wissen, besonders über jene aus dem frühen Paläozän, dem Beginn der „T-Zeit“, der Zeit unmittelbar nach dem K T-Grenze.  

Nun, es gibt eine neue Veröffentlichung, die einen Überblick über die Vögel gibt, die genau zu dieser Zeit existierten, an der K/T-Grenze … auf dem Kontinent der Antarktis, um genauer zu sein, aber auch über diese Zeit hinaus bis zum Oligozän. [1]  

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Ich habe diese Veröffentlichung noch nicht vollständig gelesen, aber da fast alle Vogelfossilien aus diesem Gebiet auf einzelne Knochen oder manchmal Teilskelette beschränkt sind, wirft es nicht so viel neues Licht auf die vorherigen Aufzeichnungen.

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Quelle:

[1] Carolina Acosta Hospitaleche; Piotr Jadwiszczak; Julia A. Clarke; Marcos Cenizo: The fossil record of birds from the James Ross Basin, West Antarctica. Advances in Polar science 30(3): 250-272. 2019

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bearbeitet: 25.07.2019

Geheimnisvolle Vögel: Teil 1.: Die Familie Sylphornithidae

Hier möchte ich einmal eine Art Fortsetzungs“roman“ beginnen, der sich mit geheimnisvollen, kaum bekannten, rätselhaften Vogelformen beschäftigen soll.

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Die Familie Sylphornithidae wurde im Jahr 1988 für die Art Sylphornis bretouensis Mourer-Chauviré erstellt, die aus dem oberen Eozän Frankreichs stammt. Weitere Gattungen/Arten wurden später hinzugefügt. [1][2][3][4]

Die Familie umfasst sehr kleine, singvogelähnliche Vögelchen, gehört allerdings zur Ordnung der Spechtvögel (Piciformes) und ist innerhalb dieser Ordnung wahrscheinlich am nächsten mit den rezenten Glanzvögeln (Galbulidae) verwandt. Die Sylphornithidae sind hier nur eine von wahrscheinlich mehreren Familien innerhalb dieser Ordnung, die im Paläogen [Paläozän, Eozän, Oligozän] die Nischen besetzten, die heute von Singvögeln eingenommen werden. [4]

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Die bislang bekannten Vertreter der Sylphornithidae weisen einen semi-zygodactylen Fussbau auf, das bedeutet, die äußere Zehe konnte je nach Bedarf nach vorn oder nach hinten gedreht werden.

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Die folgenden Gattungen/Arten werden [von einigen Autoren] zur Familie Sylphornithidae gestellt.:

Palaegithalus cuvieri (Gervais): 1852 als Singvogel beschrieben, Oberes Eozän, Frankreich

Sylphornis bretouensis Mourer-Chauviré: 1988, Oberes Eozän, Frankreich [1]

Eutreptodactylus itaboraiensis Baird & Vickers-Rich: 1997, Oberes Paleozän, Brasilien; diese Art wurde ursprünglich der Familie der Kuckucke (Cuculidae) zugeordnet [2]

Oligosylphe mourerchauvireae Mayr & Smith: 2002, Unteres Oligozän, Belgien [3]

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Palaegithalus cuvieri; Typusexemplar, zu unvollständig um genauer untersucht werden zu können

Georges Cuvier: Recherches sur les ossemens fossiles de quadrupèdes : où l’on rétablit les caractères de plusieurs espèces d’animaux que les révolutions du globe paroissent avoir détruites. Paris: Deterville 1812

(public domain)
Palaegithalus cuvieri, diese beiden Exemplare scheinen heute nicht mehr zu existieren

Darstellungen aus: Alphonse Milne-Edwards: Recherches anatomiques et paléontologiques pour servir à l’histoire des oiseaux fossiles de la France. Paris: Victor Masson 1867-1871

(public domain)

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Es bleibt noch zu erwähnen, dass die Welt im Paläogen einerseits recht ähnlich ausgesehen haben mag wie heutzutage, dass aber viele bekannte Rollen von anderen „Darstellern“ eingenommen wurden, nicht nur bei den Säugern sondern auch bei den Vögeln. Echte Singvögel gab es zu dieser Zeit auf der heutigen Nordhalbkugel noch nicht oder zumindest noch kaum, ihre Nischen wurden von vollkommen anderen Vögeln eingenommen, darunter Verwandte der Hopfe, der Mausvögel, der Papageien oder der Spechtvögel.

Echte Singvögel, die nachweißlich in Australien entstanden, wanderten erst im Laufe des Paläogens ein und konnten sich schließlich zum Ende dieses Zeitalters wirklich etablieren und zu der unfassbaren Anzahl an Arten weiterentwickeln, die wir heute kennen.

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Referenzen:

[1] C. Mourer-Chauviré: Le gisement du Bretou (Phosphorites du Quercy, Tarn-et-Garonne, France) et sa faune des vertebres de l’Eocene superieur; 2. Oiseaux. [Le Bretou locality (Quercy Phosphorites, Tarn-et-Garonne, France) and its late Eocene vertebrate fauna; 2. Birds.]. Palaeontographica Abteilung A 205(1-6): 29-50. 1988
[2] Robert F. Baird; Patricia Vickers-Rich: Eutreptodactylus itaboraiensis gen. et sp. nov., an early cuckoo (Aves: Cuculidae) from the Late Paleocene of Brazil. Alcheringa: An Australasian Journal of Palaeontology 21(2): 123-127. 1997
[3] G. Mayr; Richard Smith: Avian remains from the lowermost Oligocene of Hoogbutsel (Belgium). Bulletin de l’Institut Royal des Sciences Naturelles de Belqique, Sciences de la Terre 72: 139-150. 2004
[4] Gerald Mayr: The phylogenetic relationships of the Tertiary Primoscenidae and Sylphornithidae and the sister taxon of crown group piciform birds. Journal of Ornithology 145(3): 188-198. 2004

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geändert: 26.05.2018

Palaeotodus emryi Olson

Dies ist nur eine Skizze eines Palaeotodus emryi, eines ziemlich großen Todi-Vorfahren aus dem frühen Oligozän von Wyoming, USA.    

Dieser fossile Todi war fast 50% größer und hatte wahrscheinlich einen etwas kürzeren Schnabel und größere Flügel als die noch lebenden Arten.    

Heute sind die Todies auf die Karibik beschränkt, wo fünf Arten, die alle mehr oder weniger gleich aussehen, auf Kuba, auf Hispaniola sowie auf Jamaika und Puerto Rico zu finden sind.    

Es ist sehr seltsam, wie wenig sich diese Vögel in den letzten 30 Millionen Jahren verändert haben. 

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bearbeitet: 22.05.2018

Parvigrus pohli Mayr

Dieser nicht so kranichartige kleine Vogel lebte einst im frühen Oligozän vor etwa 32,5 bis 29,5 Millionen Jahren im heutigen Belgien und Frankreich und sicherlich auch in anderen Teilen Europas.  

Die Art erreichte die Größe eines kleineren Huhns oder etwa 35 cm Länge in meiner Rekonstruktion.  

Es wird angenommen, dass die Familie, zu der die Art gehört, am engsten mit den Rallenkranichen (Aramidae), den Kranichen (Gruidae) und den Trompetervögeln (Psophidae) verwandt ist, und tatsächlich scheint meine Rekonstruktion einen Vogel zu zeigen, der etwas von all diesen drei Familien hat.  

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Quellen:

[1] Gerald Mayr: A chicken-sized precursoor from the early Oligocene of France. Naturwissenschaften 92:389-393. 2005
[2] Gerald Mayr: Parvigruidae (Aves, core Gruiformes) from the early Oligocene of Belgium. Palaeobiodiversity and Palaeoenvironments 93(1): 77-89. 2012

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bearbeitet: 20.05.2018

Ein subosciner Vogel aus Frankreich

Ich habe bereits über das europäische Oligozän und seine Vögel mit brüchigen Gliedmaßen gesprochen.  

Hier ist ein weiterer Vogel mit solchen spröden Gliedmaßen aus dem frühen Oligozän Europas, dieser hier hat seine Flügel verloren, oder zumindest einen Flügel, buchstäblich … er ist anhand von Teilen des rechten Flügels bekannt.   

Die interessanteste Tatsache in diesem Fall ist, dass der Vogel zu einer Gruppe von Vögeln gehörte, die Teil der Passeriformes sind, aber keine Singvögel sind. Diese Vögel werden Suboscine genannt.  

Vertreter dieser Gruppe sind mit einigen wenigen Arten auf allen Kontinenten zu finden, und besonders viele leben in Südamerika – in Europa gibt es sie jedoch heute nicht mehr. 

Der Vogel scheint von ähnlicher Größe gewesen zu sein wie die beiden Jala-Arten (Neodrepanis spp.), die heute auf der Insel Madagaskar leben (… das sind übrigens auch suboscine Vögel).

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Ich habe diese kleine Zeichnung dieser namenlosen Kreatur mit einer Neodrepanis sp. im Kopf angefertigt, aber ohne spezielle Merkmale wie den verlängerten Nektarfresserschnabel.

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Quelle:

[1] Gerald Mayr; Albrecht Manegold: A Small Suboscine-like Passeriform Bird from the Early Oligocene of France / Una Pequeña Ave Paseriforme Tipo Suboscine del Oligoceno Temprano de Francia. The Condor 108(3): 717-720. 2006

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bearbeitet: 19.07.2017

Ein kleiner Vogel mit einem ‚großen‘ Namen: Teil 2

Rupelramphastoides knopfi Mayr  

Nun, der Kopf scheint auch gefunden worden zu sein, offenbar an einem anderen Exemplar. Hier ist die Rekonstruktion nach dem Messen des Schädels.:

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Es unterscheidet sich nicht wirklich so sehr von der vorherigen Version.:

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Quellen:

[1] Gerald Mayr: A tiny barbet-like bird from the Lower Oligocene of Germany: the smallest species and earliest substantial fossil record of the Pici (woodpeckers and allies). The Auk 122(4): 1-9. 2005 
[2] Gerald Mayr: Avian Evolution: The Fossil Record of Birds and its Paleobiological Significance. Wiley-Blackwell 2016

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bearbeitet: 18.07.2017

ISEA AF/JAM1

Es scheint, dass das Oligozän in Europa viele Vögel mit brüchigen Beinen hervorgebracht hat, da dieses namenlose Ding (ISEA AF / JAM1 ist der Arbeits’name‘, mit dem die Knochen versehen wurden) der nächste Vogel ist, der nur von einem einzigen Bein (das zweiartige Ding zwischen der Zeichnung und dem Stift) bekannt ist. 

Die Art scheint mit den Apodiformes oder den Upupiformes verwandt gewesen zu sein und nach meiner Rekonstruktion eine Länge von nur etwa 6 cm erreicht zu haben.

Meine Güte, ich muss endlich wieder Farben verwenden !!!

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Quelle:

[1] Zbigniew M. Bochenski; Teresa Tomek; Ewa Swidnicka: A tiny short-legged bird from the early Oligocene of Poland. Geologica Carpathica 67(5): 463-469. 2016

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bearbeitet: 01.01.2017

Ein kleiner Vogel mit einem ‚großen‘ Namenv

Wenn meine Rekonstruktionsskizze zuverlässig ist, muss dieser Vogel eine Länge von etwa 10 bis 11 cm erreicht haben, dies ist in der Tat ziemlich klein.   

Der Kopf ist jedoch bisher nicht bekannt.

Dieses Mal habe ich beschlossen ein Foto von meiner Zeichnung zu machen und nicht einen Scan, da mein Scanner ein Trottel ist, der mich wütend macht.

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Quelle:

[1] Gerald Mayr: A tiny barbet-like bird from the Lower Oligocene of Germany: the smallest species and earliest substantial fossil record of the Pici (woodpeckers and allies). The Auk 122(4): 1-9. 2005

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bearbeitet: 16.06.2016

Ein unteroligozäner Wiedehopf-Verwandter

Diese Art wurde offensichtlich als Bystreornis brevimetatarsis beschrieben, ich habe jedoch keine Ahnung, in welchem ​​Werk (nicht dem unten genannten) und von wem.

Wie auch immer, der Vogel ist bisher nur von einem einzigen Bein bekannt, dessen Struktur darauf hinweist, dass der Vogel zur Wiedehopffamilie gehörte, und der ansonsten beweist, dass es sich um eine außergewöhnlich kleine Kreatur handelt. 

Dies ist nur eine Skizze, und ich habe den Vogel doppelt so groß dargestellt, er hat möglicherweise nur 6 cm erreicht! … 

vielleicht ist der Tarsometatarsus zu lang?

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Quelle:

[1] Martin Kundrát; Ján Soták; Per E. Ahlberg: A putative upupiform bird from the Early Oligocene of the Central Western Carpathians and a review of fossil birds unearthed in Slovakia. Acta Zoologica 96(4): 45-59. 2015

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bearbeitet: 09.06.2016