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Wilhelmina-Paradiesvogel

Wilhelmina-Paradiesvogel (Lamprothorax wilhelminae Meyer) 

Der Wilhelmina-Paradiesvogel ist eine jener Paradiesvogel’arten‘, die nach einem Mitglied eines der zahlreichen europäischen Königshäuser benannt wurde – in diesem Fall war dies die damalige niederländische Königin (Wilhelmina Helena Pauline Maria von Oranien-Nassau (Königin Wilhelmina 1880-1962)).

Die ‚Art‘ ist nur anhand von drei (männlichen) Exemplaren bekannt, und es ist diese Tatsache, dass nahezu alle jene ‚lost birds of paradise‘ [1] nur anhand männlicher Exemplare bekannt sind, die einem zu denken geben sollte. Würde es sich tatsächlich um heute ausgestorbene Arten handeln, so wären sicher einige dazugehörigen Weibchen gefunden wurden, dem ist aber nicht so, in keinem einzigen Fall! (… in den beiden Fällen in denen eine solche Form anhand eines Weibchens bekannt ist, fehlen wiederum die passenden Männchen ….)
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Es handelt sich auch hier um eine Hybridform, und zwar mit dem Sichelschwanz-Paradiesvogel (Cicinnurus magnificus (J. R. Forst.)) und dem Kragenparadiesvogel (Lophorina superba J. R. Forst) als Elternarten. [2]

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Darstellung aus: ‚Richard Bowdler Sharpe: Monograph of the Paradiseidae, or birds of paradise and Ptilonorhynchidae, or bower-birds. London: H. Sotheran & Co. 1891-98‘

(public domain)

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Quelle:

[1] Errol Fuller: The Lost Birds of Paradise. Airlife 1996
[2] Clifford B. Frith; Bruce M. Beehler: The Birds of Paradise: Paradisaeidae. Oxford University Press 1998

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bearbeitet: 20.03.2021

Rothschilds Lappenschnabel-Paradiesvogel

Rothschilds Lappenschnabel-Paradiesvogel (Loboramphus nobilis Rothschild)

Dieser außerordentlich schöne Vogel wurde im Jahre 1901 als eigenständige Art beschrieben, nur ein einziges Exemplar ist bekannt.

Es handelt sich wohl um eine der außergewöhnlichsten Hybriden überhaupt, eine Kreuzung zweier ungemein unterschiedlicher Arten, nämlich dem Kragenparadiesvogel (Lophorina superba J. R. Forst) und der Langschwanz-Paradigalla (Paradigalla carunculata Lesson); dies ist jedoch nicht hundertprozentig klar. [1]

Einige Ornithologen halten diese Form nach wie vor für eine eigenständige, heute ausgestorbene Art.

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Darstellung aus: ‚Walter Rothschild; Ernst Hartert: Notes on Papuan birds. VII. Paradisaeidae. Novitates Zoologicae 10: 65-116; 196-231; 435-480. 1903‘

(public domain)

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Quelle:

[1] Clifford B. Frith; Bruce M. Beehler: The Birds of Paradise: Paradisaeidae. Oxford University Press 1998

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bearbeitet: 20.03.2021

Wundervoller Paradiesvogel

Wundervoller Paradiesvogel (Paradisaea mirabilis Reichenow)

Der Wundervolle Paradiesvogel, der ‚Wonderful Bird of Paradise‘, ist anhand von ganzen fünf (männlichen) Exemplaren bekannt, es handelt sich hierbei um die ziemlich unwahrscheinliche und trotzdem geschehene Kreuzung zwischen dem Kleinen Paradiesvogel (Paradisaea minor Shaw) und dem Fadenhopf (Seleucidis melanoleuca (Daudin)).

Diese beiden durchaus unterschiedlich aussehenden Arten, ja Gattungen, haben einen prachtvollen Mix aus beiden Elternteilen hervorgebracht, dem die hier gezeigte Darstellung nicht ansatzweise gerecht wird.  

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Darstellung aus: ‚Bericht über die November-Sitzung. Journal für Ornithologie 5(9): 127-131. 1902‘

(public domain)

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Quelle:

[1] Clifford B. Frith; Bruce M. Beehler: The Birds of Paradise: Paradisaeidae. Oxford University Press 1998

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bearbeitet: 14.03.2021

Waigiou-Paradiesvogel

Waigiou-Paradiesvogel (Diphyllodes gulielmi III Meyer)

Der Waigiou-Paradiesvogel, sicher besser bekannt unter dem englischen Namen ‚King of Holland’s Bird of Paradise‘, ist eine der am häufigsten auftauchenden Hybridformen innerhalb der Familie.

Es war im 19. Jahrhundert Mode neu entdeckte Paradiesvögel nach Mitgliedern diverser europäischer Königshäuser zu benennen, so wurde diese Form nach dem damaligen holländischen König (Wilhelm Alexander Paul Friedrich Ludwig von Oranien-Nassau (König Wilhelm III 1817-1890)) benannt.

Es handelt sich hierbei um eine offenbar häufiger auftretende Kreuzung der äußerlich so verschiedenen und doch nah verwandten Arten Sichelschwanz-Paradiesvogel (Cicinnurus magnificus (J. R. Forst.)) und Königsparadiesvogel (Cicinnurus regius (L.)), offenbar mit anschließender Rückkreuzung mit der ersteren Art.

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Im Gegensatz zu den meisten anderen Paradiesvogelhybriden kann man diesem hier die beiden Elternarten sehr gut ansehen.

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Darstellung aus: ‚John Gould: The birds of New Guinea and the adjacent Papuan islands: including many new species recently discovered in Australia. London: Henry Sotheran & Co. 1875-1888‘

(public domain)

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Quellen:

[1] Clifford B. Frith; Bruce M. Beehler: The Birds of Paradise: Paradisaeidae. Oxford University Press 1998

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bearbeitet: 14.03.2021

Astrapia-Paradieshopf

Astrapia-Paradieshopf (Epimachus astrapioides Rothschild)

Der überaus schöne Astrapia-Paradieshopf ist anhand genau eines einzigen männlichen Exemplars bekannt.  

Die Form, auch als Grünbrüstiger Reifelvogel bekannt, wurde 1897 als eigenständige Art beschrieben. Es handelt sich jedoch um einen Hybriden zwischen der Fächerparadieselster (Astrapia nigra (Gmelin)) und dem Breitschwanz-Paradieshopf (Epimachus fastuosus (Hermann)).  

Es ist etwas seltsam, dass dieselben Arten die Eltern einer vollkommen anders aussehenden Form, nämlich Elliots Paradiesvogel (Epimachus elliotti Ward) sein sollen.

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Darstellung aus: ‚Ernst Hartert: Notes on the Paradiseidae figured on plates VII. and VIII. Novitates Zoologicae 18: 604. 1911‘

(public domain)

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Quelle:

[1] Clifford B. Frith; Bruce M. Beehler: The Birds of Paradise: Paradisaeidae. Oxford University Press 1998

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bearbeitet: 14.03.2021

Duivenbodes Sechstrahliger Strahlenparadiesvogel

Duivenbodes Sechstrahliger Strahlenparadiesvogel (Parotia duivenbodei Rothschild)

Auf den ersten Blick sieht dieser Vogel wie ein typischer Strahlenparadiesvogel aus, der einen glänzenden Brustschild und längliche, fadenförmige Hinterhaupt’fähnchen‘ trägt. Er hatte jedoch nur zwei von ihnen anstelle der üblichen sechs, so dass sein Trivialname eigentlich eher Duivenbodes zweistrahliger Strahlenparadiesvogel sein sollte.  

Die Form ist anhand von zwei männlichen Exemplaren bekannt und wurde als Hybrid des Kragenparadiesvogel (Lophorina superba (J. R. Forst.)) und des Arfak-Strahlenparadiesvogel (Parotia sefilata (Pennant)) identifiziert.

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Darstellung aus: ‚Walter Rothschild: On recently described Paradiseidae, with notes on some other new species. Ibis 9(5): 350-367. 1911‘

(not in copyright)

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Quelle:

[1] Clifford B. Frith; Bruce M. Beehler: The Birds of Paradise: Paradisaeidae. Oxford University Press 1998

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bearbeitet: 14.03.2021

Le Nébuleux

Le Nébuleux (Nebulöser Fadenhopf)

Dies könnte der erste Teil einer kleinen Serie sein ….  

Le Nébuleux oder der Nebulöse ist nur anhand zweier Gemälde von Jacques Barraband in François Le Vaillants „Histoire naturelle des Oiseaux de Paradis et des Rolliers“ aus dem Jahr 1806 bekannt, die sehr wahrscheinlich ein einzelnes Exemplar in zwei verschiedenen Positionen zeigen. Es ist bekannt, dass Jacques Barraband absolut genau war, daher muss der von ihm dargestellte Vogel existiert haben und tatsächlich exakt wie in seinen Darstellungen ausgesehen haben.  

Das Exemplar ist ganz klar ein Fadenhopf (Seleucidis melanoleuca (Daudin)), jedoch mit nur neun (oder zehn?) Anstelle von zwölf ‚Fäden‘ und mit einer schwarz- statt gelb gefärbten Unterseite; seine weibchenähnlich braun gefärbten Flügel weisen darauf hin, dass es sich um einen subadulten Vogel handelte. [2]  

Der Nebulöse könnte derselbe gewesen sein wie Bruijns Reifelvogel (Craspedophora bruyni Büttikofer) alias Mantous Reifelvogel (Craspedophora mantoui Oustalet), welche beide Hybriden des Prachtparadiesvogels (Ptiloris magnificus Vieillot) und des Fadenhopfes sind. [2]

Diese Form wurde nie wissenschaftlich beschrieben und trägt daher auch keinen wissenschaftlichen Namen.

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Le Nébuleux, dans l’état du repos / Der Nebulöse, im ruhenden Zustand [1]
Le Nébuleux, étalant ses parures / Der Nebulöse, seine Zierde ausbreitend [1]

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Quellen:

[1] François Le Vaillant: Histoire naturelle des oiseaux de paradis et des rolliers: suivie de celle des toucans et des barbus. Paris: Chez Denné le jeune, Libraire, rue Vivienne, n°. 10. & Perlet, Libraire, rue de Tournon 1806
[2] Clifford B. Frith; Bruce M. Beehler: The Birds of Paradise: Paradisaeidae. Oxford University Press 1998

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bearbeitet: 14.03.2021