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Eoconfuciusornis zhengi Zhang, Zhou & Benton

Diese Art wurde im Jahr 2008 beschrieben; sie stammt aus Schichten, die sich auf ein Alter von 131 Millionen Jahren datieren lassen, d.h. aus der Unterkreide. [1]

Das Typusexemplar weist im Bereich des Unterleibs kleine, runde Gebilde auf, die ursprünglich für Eier gehalten wurden, die aber mittlerweile als Samen eines Steineibengewächses (Podocarpaceae) identifiziert wurden, die der fossilen Form Carpolithus multiseminalis Sun et Zheng bzw. Strobilites taxusoides Sun & Zheng (siehe Darstellung) aus derselben Fundschicht ähneln, jedoch größer waren. [4]

Des Weiteren sind bei dieser Art Farbzellen erhalten, die es möglich machen, die Farben des Vogels zu Lebzeiten zu rekonstruieren: das Gefieder war hauptsächlich dunkelgrau mit irisierenden Federn im Kopf-Nacken-Bereich, die Kehle war offenbar rotbraun gefärbt, die Armschwingen mögen bräunlich gewesen sein, die Handschwingen sicher dunkler, eher schwärzlich. [3][5]

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Der Vogel gehört zur Ordnung der Confuciusornithiformes, einer Gruppe von avialen Dinosauriern, die sehr gute Flieger gewesen sein dürften und bereits einen keratinösen Schnabel besaßen, die aber nur äußerst entfernt mit den heutigen Vögeln verwandt sind und auch nicht deren Vorfahren darstellen. 

Zu Lebzeiten muss diese Art eine Länge von über 30 cm erreicht haben (inclusive der beiden verlängerten Schwanzfedern). [2]

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Quellen:

[1] FuCheng Zhang; ZhongHe Zhou; Michael J. Benton: A primitive confuciusornithid bird from China and its implications for early avian flight. Science in China Series D: Earth Sciences 51: 625–639. 2008
[2] Matthew P. Martyniuk: A Field Guide to Mesozoic Birds and Other Winged Dinosaurs. Pan Aves 2012
[3] Yanhong Pan; Wenxia Zheng; Alison E. Moyer; Jingmai K. O’Connor; Min Wang; Xiaoting Zheng; Xiaoli Wang; Elena R. Schroeter; Zhonghe Zhou; Mary H. Schweitzer: Molecular evidence of keratin and melanosomes in feathers of the Early Cretaceous bird Eoconfuciusornis. Proceedings of the national Academy of Sciences of the United States of America 113(49) 900-907. 2016
[4] Gerald Mayr; Thomas G. Kaye; Michael Pittman; Evan T. Saitta; Christian Pott: Reanalysis of putative ovarian follicles suggests that Early Cretaceous birds were feeding not breeding. Scientific Reports 10(19035): 1-10. 2020
[5] Pan Yanhong; Li Zhiheng; Wang Min; Zhao Tao; Xiaoli Wang; Xiaoting Zheng: Unambiguous evidence of brilliant iridescent feather color from hollow melanosomes in an Early Cretaceous bird. National Science Review. in press: nwab227. doi:10.1093/nsr/nwab227. 2021

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bearbeitet: 02.01.2022

Kaririavis mater de Souza Carvalho et al.

… just having been described from the Early Cretaceous Crato Formation in Brazil.:

reconstruction in life-size, quite a small bird

This was a member of the Euornithes, which include all living birds, yet it does not belong to any of the living bird groups of course; it is the oldest member of that group known from South America (older ones were found in China).

The bird is known only from a single right foot that lacks some of its bones; the fossil also contains some feathers which indeed may belong to the bird. [1]

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References:

[1] Ismar de Souza Carvalho; Federico L. Agnolin; Sebastián Rozadilla; Fernando E. Novas; José A. Ferreira Gomes Andrade; José Xavier-Neto: A new ornithuromorph bird from the Lower Cretaceous of South America. Journal of Vertebrate Paleontology doi: 10.1080/02724634.2021.1988623. 2021

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edited: 14.11.2021

Seltsame Kreidezeit-Füße – Teil 4: YLSNHM01001

YLSNHM01001 ist ein winziges Bernsteinfossil (ca. 2,5 x 1,8 cm), das Teile eines Vogelfußes bzw. Reste der Haut die diesen Fuß einst umgab, inklusive einer der Fußkrallen sowie Teile der Schwanzfedern umfasst.

Trotz der schlechten Erhaltung steht fest, dass es sich hierbei um einen enantiornithiden Vogel handelt sowie ebenfalls um eine bislang unbekannte Art.

Der Fuß (inklusive der Krallen) hat eine Länge von ca. 1,5 cm. Der vierte Zeh des Fußes ist in seinem Umfang etwa doppelt so groß wie die übrigen Zehen, so weit diese zu erkennen sind. Er erscheint auffällig geschwollen, und eventuell litt dieser Vogel an einer Infektion dieses Zehs. Es ist aber auch möglich, dass es sich hierbei um Verwesungsspuren handelt, worauf auch zahlreiche warzenartig aussehende Blasen hindeuten, die sich entlang der erhaltenen Hautpartien erkennen lassen.

Der Gesamtbau des Fußes lässt darauf schließen, dass YLSNHM01001 ein kleiner insektenfangender Miniaturraubvogel gewesen sein dürfte. [1]

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Referenzen: 

[1] Lida Xing; Ryan C. McKellar; Jingmai K. O’Connor; Kecheng Niu: A mid-Cretaceous enantiornithine foot and tail feather preserved in amber. Scientific Reports 9 (1): 1–8. 2019
[2] A. D. Clark; J. K. O’Connor: Exploring the ecomorphology of two Cretaceous enantiornithines with unique pedal morphology. Frontiers in Ecology and Evolution 9: 654156. doi: 10.3389/fevo.2021.654156. 2021

YLSNHM01001
Rekonstruktion des Fußes; links: linker Fuß von der linken Körperseite betrachtet, rechts: rechter Fuß von oben betrachtet
Rekonstruktion des gesamten Vogels; er erreicht hier eine Gesamtlänge von ca 22 cm, ist also gar nicht so winzig wie ich ursprünglich gedacht hatte

an den Füßen und den Schwanzfedern muss ich noch mal arbeiten …

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bearbeitet: 19.06.2021

Shengjingornis yangi Li, Wang, Zhang & Hou

Dieses nette kleine Vögelchen, welches in etwa eine Länge von nicht ganz 20 cm erreicht haben dürfte, stammt aus Schichten, die sich auf ein Alter von 122 Millionen Jahren datieren lassen.

Die Art ist bislang wohl nur anhand eines einzigen Skelettes bekannt, das dafür aber vollständig ist; das Gefieder ist allerdings nicht erhalten.

Der Schnabel, wenn man das Schnäuzchen denn so nennen möchte, war leicht abwärts gebogen und trug ganz vorn noch ein paar winzige Zähnchen. [1]

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Rekonstruktion, ich habe mich strikt an das Skelett gehalten … und trotzdem sieht das Ergebnis wie eine Taube aus

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Quelle:

[1] Li Li; Jinqi Wang; Xi Zhang; Shilin Hou: A new enantiornithine bird from the lower Cretaceous Jiufotang Formation in Jinzhou Area, western Liaoning Province, China. Acta Geologica Sinica 86(5): 1039-1044. 2012 

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bearbeitet: 13.04.2021

IVPP V13939

Hinter dieser Buchstaben- und Nummernfolge verbirgt sich ein interessantes Vogelfossil aus der Unteren Kreide Chinas.

Das Fossil besteht aus dem hinteren Teil des Vogels, der Kopf und Teile des Vorderskelettes fehlen, Federn sind ebenfalls erhalten, und hier fallen vor allem einige relativ lange Federn an den Unterschenkeln auf, die etwa die halbe Länge des Beinknochens aufweisen.

Die Art wurde bislang offenbar nicht beschrieben oder benannt, ist aber in Matthew P. Martyniuks „A Field Guide to Mesozoic Birds and other Winged Dinosaurs“ abgebildet, wobei ich die hier dargestellten Beinfedern am entsprechenden Fossil vermisse. Die Federn am Fossil ähneln eben nicht den Körper- oder Flugfedern wie im Buch dargestellt, sondern weisen einen sehr viel einfacheren Aufbau auf. Alles in allem erinnern diese Beinfedern sehr an die heutiger Vögel wie z.B. einigen Greifvogelarten, sie dürften daher keinen besonderen Einfluss auf die Flugeigenschaften des Vogels gehabt haben.

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Rekonstruktion, der Kopf ist leider nicht bekannt

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Quellen:

[1] Fucheng Zhang; Zhonghe Zhou: Leg feathers in an Early Cretaceous bird. Nature 431: 925. 2004
[2] Matthew P. Martyniuk: A Field Guide to Mesozoic Birds and other Winged Dinosaurs. Pan Aves 2012

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bearbeitet: 12.04.2021

Graculavus augustus Hope

Dieser immer noch recht rätselhafte Vogel, auch bekannt als „Ornithurine C“, wird in einer Studie aus dem Jahr 2011 erwähnt, die sich mit dem Aussterben mehrerer Vogel-Kladen am Ende der Kreidezeit befasst. [1]  

Die Art scheint anhand von mindestens vier Coracoiden bzw. Überresten davon bekannt zu sein, die als „SDSM 64281A“, „SDSM 64281B“, „UCMP 175251“ und „MOR 2918“ bezeichnet werden und die überwiegend aus Schichten der späten Kreidezeit stammen, aber eben auch aus Schichten, die dem untersten Paläozän zugeordnet werden können.:

One of these species, Ornithurine C, is known from the Paleocene and therefore represents the only Maastrichtian bird known to cross the K–Pg boundary.“ [1]

Übersetzung:

Eine dieser Arten, Ornithurine C, ist aus dem Paläozän bekannt und stellt daher den einzigen Maastricht-Vogel dar, von dem bekannt ist, dass er die K/T-Grenze überschreitet.“  

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Laut den Autoren könnte diese Art mit einer Art identisch sein, die als Graculavus augustus Hope bezeichnet wurde, ein Vogel, der anscheinend zu den Charadriiformes gehört, sich aber sehr von allen heute lebenden charadriiformen Vögeln unterschied, zu Lebzeiten muss er an eine Art Riesen-Brachvogel oder -Triel erinnert haben. [2]

Die Art ist tatsächlich die einzige bisher bekannte Vogelart, der es gelungen ist das Massensterben am Ende der Kreidezeit zu überleben!

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Rekonstruktion, da diese Formen allesamt nur anhand fragmentarischer Knochenreste bekannt sind, ist auch eine perfekte Rekonstruktion nur bedingt möglich

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Quellen:

[1] Nicholas R. Longrich; Tim Tokaryk; Daniel J. Field: Mass extinction of birds at the Cretaceous-Paleogene (K-Pg) boundary. PNAS 108 (37) 15253-15257. 2011 
[2] Nicholas R. Longrich; Tim Tokaryk; Daniel J. Field: Mass extinction of birds at the Cretaceous-Paleogene (K-Pg) boundary. PNAS 108 (37) 15253-15257. 2011. Supplementary Information

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bearbeitet: 12.04.2021

„Debunking“ DP’s Asteriornis post from March 19, 2020

Asteriornis maastrichtensis Field, Benito, Chen, Jagt & Ksepka, described in 2020, is the oldest known member of the clade Pangalloanserae, that is a clade that contains the Anseriformes (ducks, geese etc.) as well as the Galliformes (chickens and allies) as well as some now completely extinct forms. [1]

In the disturbing world of DP however, this species is a part of a funny radiation that contains the Horned Screamer, one sandgrouse genus, two rail genera, an extinct passeriform genus, one genus of Palaeognathae, and last but not least, Helornis, a synonym of the extinct flamingo genus Elornis (however, this is just a spelling error and actually meant to be the Sungrebe (Heliornis fulica). 

I can break DP’s whole ‚article‘ down to one single sentence: 

Oddly, the tip of the premaxilla is slightly hooked on one side, not hooked on the other (Fig.1).

This citation says so much more about DP than anything anyone could write about him. Fossils can be slightly deformed or even be completely squished; DP, however, apparently sees this as their original state, so of course this bird must have had a beak with a tip slightly hooked only on one side … makes totally sense.

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In the comment section there is also a comment clearly coming from a spam bot – of course DP is commenting also on this comment, just as he always does ….

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References:

[1] Daniel J. Field; Juan Benito; Albert Chen; John W. M. Jagt; Daniel T. Ksepka: Late Cretaceous neornithine from Europe illuminates the origins of crown birds. Nature 579: 397–401. 2020

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edited: 04.01.2021 

Skizze – Sichelschnabel-Gegenvogel (Falcatakely forsterae)

… bislang ist ausschließlich der Schädel dieses eigenartigen Vogels bekannt, der aber ziemlich wahrscheinlich überhaupt kein Vogel sondern etwas vollkommen anderes war [1][2][3]

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Quelle:

[1] Andrea Cau: Falcatakely: eterodossia e pluralismo nell’Anno di Oculudentavis. Theropoda. 27 Novembre 2020 
[2] Mickey Mortimer: Is Falcatakely a bird? The Theropod Database Blog. November 28, 2020
[3] Patrick O’Connor; Alan H. Turner; Joseph R. Groenke; Ryan N. Felice; Raymond R. Rogers; David W. Krause; Lydia J. Rahantarisoa: Late Cretacous bird from Madagascar reveals unique development of beaks. Nature. 2020 Nov 25. doi: 10.1038/s41586-020-2945-x.

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bearbeitet: 28.11.2020

Seltsame Kreidezeit-Füße – Teil 2: DIP-V-15105a/b

DIP-V-15105a und DIP-V-15105b sind zwei Bernsteinfossilien, einmal ein fast vollständig erhaltener Fuß und zum anderen Teile eines Flügels, bzw. dessen Federn, beide gehören ziemlich wahrscheinlich zueinander.

DIP-V-15105a/b erreichte die Größe eines Kolibris, genauer gesagt eines winzigen Kolibris.

Der Fuß (es ist der rechte Fuß) ist interessanterweise bis fast zu den Zehen befiedert, wobei sich hier sogar zwei verschiedene Federformen finden, etwas längere, offenbar bräunlich gefärbte, dicht stehende Federn auf der Fußoberseite sowie vereinzelte, winzige borstenartige Federchen auf den eigentlichen Zehen selbst. 

Dem Fußbau nach zu urteilen war dieser Vogel einem heutigen Baumläufer oder Kleiber vergleichbar, lebte also in den Wipfeln der Bäume und hielt sich bevorzugt an den größeren Ästen und den Stämmen auf wo er auf der Suche nach Insektenbeute schließlich mit dem Fuß in ausgetretenem Baumharz kleben blieb und so einen grausigen Tod fand.  

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Referenzen:

[1] Lida Xing; Ryan C. McKellar; Jingmai K. O’Connor; Ming Bai; Kuowei Tseng; Luis M. Chiappe: A fully feathered enantiornithine foot and wing fragment preserved in mid-Cretaceous Burmese amber. Scientific Reports 9(129): 1-9. 2019

Rekonstruktion des Fußes; ich habe die Federn in der vermutlichen Originalfarbe wiedergegeben
Rekonstruktion des gesamten Vogels; hier wohlgemerkt in etwa in Lebensgröße – Gummibärchen zum Größenvergleich
meine letzte Rekonstruktion; wenn die Proportionen stimmen erreichte dieses ‚Ding‘ die gigantische Größe von 4 cm, VIER ZENTIMETER!!!

leider habe ich gerade kein Gummibärchen zur Hand …. 

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bearbeitet: 15.12.2019

Elal’s Mountain Swan – Kookne yeutensis

This new bird has recently been reported from Argentinia, and its name apparently is taken from the Aonikenk language, which is or was spoken by the Mapuche of southern Argentinia and its translation is given in the title.

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The new genus and species is known so far from a single bone, an incomplete right coracoid, whose „combination of characters strongly suggests anseriform affinities“. [1]

That means that this species obvioulsy was an anseriform, some duck- or goose-like bird, more or less similar to other Late Cretaceous or Early Paleocene species.

Let’s see if there will be more remains to be discovered in the future.

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References:

[1] Fernando. E. Novas; Federico. L. Agnolin; Sebastián Rozadilla; Alexis M. Aranciaga-Rolando; Federico Brisson-Egli; Matias J. Motta; Mauricio Cerroni; Martín D. Ezcurra; Agustín G. Martinelli; Julia S. d ́Angelo; Gerardo Alvarez-Herrera; Adriel R. Gentil; Sergio Bogan; Nicolás R. Chimento; Jordi A. García-Marasà; Gastón Lo Coco; Sergio E. Miquel; Fátima F. Brito; Ezequiel I. Vera; Valeria S. Perez Loinaze; Mariela S. Fernández & Leonardo Salgado: Paleontological discoveries in the Chorrillo Formation (upper Campanian-lower Maastrichtian, Upper Cretaceous), Santa Cruz Province, Patagonia, Argentina. Revista del Museo Argentino de Ciencias Naturales, n. s. 21(2): 217-293. 2019

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edited: 07.12.2019

A very snappy bird with strange trousers – Cruralispennia multidonta Wang et al.

This tiny thing could be called the „Cretaceous Nicobar Pigeon“, it had somewhat elongated neck feathers, the typical short tail, or rather a not-a-tail-at-all tail so typical for many of those strange Cretaceous enantiornithine birds that we now already know.

The strange-feathered creature comes from China, where it lived some 130 Million years ago in the late Early Cretaceous.

The genus name refers to its crural feathers (bird trousers) which are actually found in many birds, but here they are shaped like nothing ever seen before, maybe like a thin sheet of ceratin with a chewed end, or brush-like end, not at all like a feather. The species name again refers to its multi-toothed beak.

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a sketch of which I hope that I can produce a painting from some day ….

The bird reached a size of about 10 to maybe 11 or 12 cm when fully grown. The body feathers appear to have been more hair- than feather-like, and they may have been dark, while those on its neck were somewhat elongated and apparently were even glossy [1] … why not. 

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Unfortunatly I could not find any plant species from the same place and time.

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References:

[1] Min Wang; Jingmai K. O’Connor; Yanhong Pan; Zhonghe Zhou: A bizarre Early Cretaceous enantiornithine bird with unique crural feathers and an ornithuromorph plough-shaped pygostyle. Nature Communications 8: 1-12. 2017

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edited: 19.11.2019

Fossile Vögel aus dem James Ross-Basin in der Westantarktis

Es dürfte schon aufgefallen sein, dass ich ein bisschen von den Vögeln des Paläozän besessen bin, auch weil wir jede Menge gar nichts über sie wissen, besonders über jene aus dem frühen Paläozän, dem Beginn der „T-Zeit“, der Zeit unmittelbar nach dem K T-Grenze.  

Nun, es gibt eine neue Veröffentlichung, die einen Überblick über die Vögel gibt, die genau zu dieser Zeit existierten, an der K/T-Grenze … auf dem Kontinent der Antarktis, um genauer zu sein, aber auch über diese Zeit hinaus bis zum Oligozän. [1]  

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Ich habe diese Veröffentlichung noch nicht vollständig gelesen, aber da fast alle Vogelfossilien aus diesem Gebiet auf einzelne Knochen oder manchmal Teilskelette beschränkt sind, wirft es nicht so viel neues Licht auf die vorherigen Aufzeichnungen.

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Quelle:

[1] Carolina Acosta Hospitaleche; Piotr Jadwiszczak; Julia A. Clarke; Marcos Cenizo: The fossil record of birds from the James Ross Basin, West Antarctica. Advances in Polar science 30(3): 250-272. 2019

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bearbeitet: 25.07.2019

Strange feet from the Cretaceous – Part 3

Enantiophoenix electrophyla Cau & Arduini from the Late Cretaceous of Lebanon, roughly the size of a recent European Starling.

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somewhat more than just a sketch, this piece took me some hours

This species is known from parts of a foot and some very few further remains.

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References:

[1] Andrea Cau & Paolo Arduini: Enantiophoenix electrophyla gen. et sp. nov. (Aves, Enantiornithes) from the Upper Cretaceous (Cenomanian) of Lebanon and its phylogenetic relationships. ATTI della Società Italiana di Scienze Naturali e del Museo Civico di Storia Naturale di Milano 149(2): 293-324. 2008

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edited: 14.07.2019

Strange feet from the Cretaceous – Part 1

Elektorornis chenguangi Xing, O’Connor, Chiappe, McKellar, Carroll, Hu, Bai & Lei, a bird from the Cretaceous era described just now.

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just a quick life-sized (!) sketch, gummy bear for size comparison

This bird is known only by a single leg with an unusually elongated middle toe and parts of the wing.

I will come back to that bird somewhat later ….

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References:

[1] Lida Xing; Jingmai K. O’Connor; Luis M. Chiappe; Ryan C. McKellar; Nathan Carroll; Han Hu; Ming Bai; Fuming Lei: A new enantiornithine bird with unusual pedal proportions found in amber. Current Biology 29: 1-6. 2019

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edited: 12.07.2019

… small sketch

Cratoavis cearensis, an enantiornithiform bird from the lower Cretaceous of the extremely interesting Crato Formation in Brazil.

This bird is known from a single specimen that apparently was not fully grown, it was altogether only about 12 cm long (including the tail streamers)!

Yet, I have no idea how large it may have got when fully adult, who knows.

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The Crato Formation is otherwise known for its numerous plant fossils, many of them angiosperms, so I cannot really decide yet which plant species may fit with this bird, but time will show ….

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edited: 02.04.2019

And yet another sketch …

… this time of Eoalulavis hoyasi Sanz, Chiappe, Perez-Moreno, Buscalioni, Moratalla, Ortega & Poyato-Ariza.

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This probably somewhat semiaquatic bird was described in 1996 from Las Hoyas near the city of Cuenca, Spain.  

The decomposing plant in the background is a cycad, Almargemia dentata (Heer) Florin, from roughly about the same place and time.

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edited: 13.07.2017